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| American Football:
(SG Kelkheim Lizzards) |
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Lizzards fehlt am Ende das Quäntchen Glück zum Sieg
Die Sonne stand tief über dem Stadion an der Bärnsdorfer Strasse in Dresden, als um 18:02 Uhr das Leder, das die Footballwelt bedeutet den Fuß des Lizzards Kickers René Reis verlies und 10 Zentimeter zu weit links am Tor der Dresdner vorbeiging.
Aus, vorbei. Nach drei Stunden Spielzeit und einer Verlängerung hatte Dresden den Titel als deutscher Meister im Flagfootball verteidigt. Endstand 31:29. Aber der Reihe nach. Obwohl das Schild an der Tür warnt "Draußen ist alles viel teuerer als hier drin" verließen 17 Lizzardsspieler und die fünfköpfige Fangemeinde am Tag der Deutschen Einheit das Teamhotel um sich zum Spiel der Spiele, der Meisterschaft im Flagfootball aufzumachen.
Kurz nach 12 Uhr traf man im Stadion an der Bärnsdorfer Strasse in Dresden-Neustadt ein. Das Homefield aller Monarchs Teams war bereits um diese Zeit gut besucht, sollte doch im Rahmen eines Vereinsfestes der Sieger der "Burger King School Flag Liga" und des "German Flag Bowl" gesucht werden. Der erste Eindruck des Rasenplatzes lies die schlimmsten Befürchtungen des Vorjahres vergessen. Der Acker war grüner und weicher als noch im Jahre 2003.
Zuerst hieß es, erst mal entspannen und die Sonne ins Gesicht scheinen lassen. Denn schneller als man vielleicht hoffte wurde es ernst: 13:30 Uhr Kabine und umziehen. 13:45 Uhr Platz zum Warm Up. 14:40 Uhr Passcheck. 14:50 Uhr Einlauf und Vorstellung der Mannschaften. 14:55 Uhr die deutsche Nationalhymne. 15:00 Uhr Kick off.
Spätestens beim Einlauf war das Finalfeeling da. 500 Dresdner Fans begrüßen sowohl die Lizzards, als auch dann das doppelt so stark besetzte Dresdner Heimteam mit frenetischem Jubel. Die Nationalhymne erzeugte eine Gänsehaut und die Konzentration war bei 200%. 1. Quarter
Die Lizzards gewannen den Coin Toss und entscheiden sich für die 2nd Half Option, Dresden hatte den Ball. Der erste Angriff der Dresdner dauert seine Zeit, das Team musste sich finden und es fand sich. Touchdown Dresden, Zwei-Punkt-Versuch. 8:0. Die Lizzards mussten nach legen. Das Spiel auf Seiten der Lizzards eröffnete Quarterback Sebastian Thürk mit einem
unvollständigen Pass auf Andreas Hufer. Auch die beiden folgenden Versuche misslungen, so dass Manuel Aumüller punten musste. Der zweite Drive der Dresdner konnte von der Defense gestoppt werden. Aber auch der zweite Angriff der Lizzards endete mit einem Turnover. Schon in dieser frühen Phase des Spiels bestimmten zahlreiche Strafen auf beiden Seiten des Balles das Spiel. Am Ende hatte jedes Team 180 Yards auf seinem Strafenkonto. Die dritte Dresdner Angriffwelle zerbrach schnell an der Lizzards Defense und für den Dresdner Quarterback und Trainer Hanjo Zschoke ging es nur Rückwärts. Der Punt folgte und zum ersten Mal in der Lizzardsligageschichte wurde mit Punt Rush und Punt Block gespielt. Wieder im Angriff hatten die Lizzards noch zwei Versuche (Quarterbacksack und fünf Yards Raumgewinn) dann war das Quarter schon vorbei. 2. Quarter
Immer noch etwa an der Mittellinie stehend kamen die Lizzards mit Beginn des zweiten Quarters besser ins Spiel. Quarterback Andreas Hufer suchte seinen Mann und fand Oliver Stubbe am vorderen Punkt der Endzone. Touchdown. Rene Reis trat zum Kick an und verwandelte diesen. 8:8. Den anschließenden Kick Off musste Dresden 18 Yards vor der eigenen Endzone in Empfang nehmen. Ein Holding und ein Personal Foul nach dem ersten
Play warf das Team bis knapp vor die Goalline zurück. Aber statt des Kelkheimer Safety, musste Dresden punten. Anschlissend halfen den Lizzards Unachtsamkeiten der Dresdner Defense und unnötige Strafen, die eine Disqualifikation eines Dresdner Spielers zur Folge hatten, um bis an die 20 Yard Line der Dresdner zu gelangen. Aber in vier Versuchen schafften die
Lizzards es nicht den Ball und einen Spieler in die Endzone zu bringen, der 4. Versuche wurde sogar abgefangen und bis zur 40 Yard Line zurückgetragen.
Die Defense war wieder am Zuge. Diesmal hieß es eins, zwei, drei, Punt. Und diesen blockte Thorsten Weck mit der Schulter. Die letzten 30 Yards bis in die Endzone der Royal Guards überbrückten die Lizzards mit zwei Pässen und wieder stand Oliver Stubbe in der vorderen Ecke Goldrichtig. Touchdown. Aber zwei Flaggen auf dem Feld. Beide gegen Dresden und angerechnet wurde die Strafe auf den PAT. Also kickten die Lizzards für zwei von der 10 Yard Linie. René Reis traf sicher. 8:16. Den Angriff der Dresdner von der eigenen 15 Yard Line stoppe eine Interception von Sebastian Schumacher, die irrtümlich beim Return abgepfiffen wurde. Dresden wurde unkonzentriert. Aber auch auf der Seite der Lizzards war die Konzentration auf einem Tiefpunkt angelangt. Unnötige Strafen warfen die Lizzards aus einer guten Ausgangssituation zurück. Der dritte Versuch bei 25 zu überbrückenden Yards wurde Interceptet und bis in die Kelkheimer Hälfte zurückgetragen. Dresden benötigte dann einen Spielzug um das halbe Feld zu überbrücken und in die Endzone zu gelangen. 16:16
Der anschließende Kickoff traf die Linie der Endzone. Touchback von der eigenen 20 Yard Linie . Sebastian Thürk sucht Sebastian Schumacher tief im Feld und fand einen Dresdner Spieler. Interception. Es lief nichts mehr rund auf Kelkheimer Seite. Zwei Spielzüge später fand der Dresdner Quarterback seinen Receiver in der Kelkheimer Endzone. Diesmal wurde nur für einen Punkt gekickt.23:16.
Mit weniger als einer Minute auf der Uhr startete Kelkheim an der eigenen 2 Yard Line um 98 Yards zu überbrücken. Es reichte zu einem neuen First Down, bevor Manuel Aumüller mit auslaufender Uhr punten musste. Halbzeit. 3. Quarter
Die jeweils ersten Angriffsversuche endeten mit einem Punt. Der zweite sollte mit einem verschossenen Fieldgoal aus 38 Yards Entfernung enden. Anschließend wogte das Spiel hin und her. Der Dresdner Puntversuch war überworfen und Kelkheim stand in guter Feldposition, die auch genutzt
wurde. Manuel Aumüller in der vorderen rechten Endzone. Touchdown und der Kick zum Ausgleich. 23:23 Ab jetzt folgte ein harter Kampf um jeden Meter Raum und jede Chance auf Punkte. Weitere unnötige Strafen auf beiden Seiten ließen aber das Spiel etwas zerfahren. 4. Quarter
Beide Teams versuchten nun die Zeit zu ihrem Vorteil zu nutzen und ließen die Uhr laufen. Das Angriffrecht wechselte durch Interceptions auf beiden Seiten. Das bessere Ende hätte Seiten der Kelkheimer sein müssen. In guter Position vor der Dresdner Endzone warf die Lizzards eine Fragwürdige Endscheidung nach einem Screenpass zurück und das Angriffsrecht wechselte. Es folgt der Punt der Dresdner nach vier missglückten Versuchen. Geblockt von Thorsten Weck, wurde dieser auf Grund eines Frühstarts des Puntteams fünf Yards weiter vorne wiederholt. Beim zweiten Mal fiel Kelkheim auf den Hard Count herein. Neues First Down für Dresden statt Angriffsrechtswechsel
und noch gut 9 Sekunden auf der Uhr. Aber es passierte nichts mehr.
Der German Flag Bowl 2004 ging in die Overtime. Wieder gewann Kelkheim den Coin Toss und wollte die zweite Serie spielen. Im Vertrauen auf die starke Defenseleistung an diesem Sonntag, sollte sich Dresden die Zähne ausbeißen und es nicht schaffen 25 Yards in die Endzone zu überbrücken. Doch im dritten Versuch kam der Pass und der "Falsche Mann" Griff zu. Dresden führte nach dem PAT mit 8:0 in der Verlängerung. Aber Kelkheims Versuch kam erst noch. Zuerst das neue First Down, dann die Endzone war die Taktik und diese ging auf. Oliver Stubbe zum dritten. Und jetzt lag es an den Nerven und auf dem Fuß von René Reis. 30 Yards, drei Meter hoch, 6 Meter breit entfernt, stand das Tor.
Gekämpft bis zum Schluss, eine unglaublich Teamleistung abgelegt, einen Deutsche Meisterschaft in einem würdigen Rahmen gespielt, "eines der spannendsten Spiele im Flagfootball der letzten Jahre geboten", wie es ein Dresdner Fan spontan ausdrückte und am Ende DEUTSCHER VIZEMEISTER 2004.
Zum zweiten Mal nach 2002 in der nur drei jährigen Vereinsgeschichte der SG Kelkheim Lizzards. Wie sagte es Sebastian Schumacher bei der Siegerehrung so schön: "Nächstes Jahr gibt es gegen Dresden eine neue Chance." Die Lizzards wollen Sie wahrnehmen.
MVP der Lizzards (gewählt von den Royal Guards) wurde Andreas Hufer.
Bester Scorer war Oliver Stubbe mit drei Touchdowns.
Lizzards: Andreas Hufer, Sebastian Thürk, Oliver Stubbe, Marc Fischer, Thorsten Grom, Thorsten Weck, Patrick Klomann, Peer Kümmel, Moritz Dietel, Manuel Aumüller, Sebastian Hauff, Sebastian Schumacher, Annette Freund, Christian Freund, Andrea Matzies, Mathias Guth, Rene Reis
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Original-Pressemitteilung
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Artikel
vom 06.10.2004, 16:13 Uhr
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